Da klopft es an die Türe deines Herzens,
da bittet es um Einlass in dein Heim.
Da bohrt es in der Tiefe deiner Seele,
da flüstert es: mach auf und lass mich ein!
Ganz unerwartet, ganz unerklärlich, kannst du es hörn?
Ganz unaufdringlich, wie selbstverständlich, lässt du dich störn?
Es stellt sich dir ganz plötzlich in die Quere,
es rührt dich wenn du’s gar nicht merkst sanft an.
Es macht aus deiner Fülle eine Leere,
es meldet sich zu Wort und fragt: was dann?
Ganz unerwartet, ganz unerklärlich, kannst du es hörn?
Ganz unaufdringlich, wie selbstverständlich, lässt du dich störn?
Im Innersten hast du es schon geahnt,
da wartest du schon lange auf den Plan.
Dein Leben zieht sich schon so lange hin – und wartet.
Da steht etwas und klopft an deine Türe,
die du zum Glück nie ganz geschlossen hast.
Es wartet darauf, dass du sie bald öffnest,
es wäre gerne heute noch dein Gast.
Ganz unerwartet, ganz unerklärlich, kannst du es hörn?
Ganz unaufdringlich, wie selbstverständlich, lässt du dich störn?


